Vorschau: Ausstellung Judith Hummel, Esther Zahel ‚Deine Hand auf meiner Schulter‘ Doppelpass VI im DG Kunstraum

Eröffnung Freitag, 8. September 2023, 18 bis 21 Uhr
Ausstellung bis Donnerstag, 9. November 2023
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 12 bis 18 Uhr

In der Ausstellung ‚Deine Hand auf meiner Schulter‘ treffen zwei unterschiedliche Suchbewegungen aufeinander und nähern sich künstlerisch der Frage an „wo bin ich Zuhause?“.

Auf der Suche nach ihrer Herkunft folgt Judith Hummel den Spuren der Großmutter, die 1944 aus dem rumänischen Banat nach Deutschland geflüchtet ist. „Wo komme ich her?“ ist die Überschrift dieses Weges, den die Enkelin zwischen 2019 und 2023 größtenteils zu Fuß in drei Etappen zurückgeht. Gemeinsam mit ihrer Mutter Margret geht sie von Săcălaz (Rumänien) nach Szeged (Ungarn) und von St. Pölten nach Schärding (Österreich). Kamerafrau Laura Kansy begleitet sie auf allen drei Etappen. Im Gehen, im Zurückgehen, forscht Judith Hummel nach ihrer eigenen Herkunft und legt eine filmisch-performative Spur um die Felder Erinnerung und Körper. Die erfahrenen Prozesse jeder Etappe sind in drei sehr unterschiedliche filmische Arbeiten eingeflossen. Erstmals sind diese gemeinsam in einer Ausstellung zu sehen.

Esther Zahel nähert sich malerisch der Frage nach dem Zuhause. Sie schafft sich Möbelstücke oder ganze Innenräume mittels Farbe und Pinsel, ein Zuhause das man auch umziehen kann. Esther Zahels ebenso raumgreifende wie raumbildende Arbeiten gehen mit ihr auf Reisen. Dabei wachsen sie und verändern sich. Der fertige Zustand wäre auch ein ungeliebter Stillstand, denn Zahels Interesse gilt dem Prozesshaften. Sie will erkunden, wie es am Rand der Bilder weitergeht – malerisch und erzählerisch. Ihre Malerei erzählt Geschichten in Schichten. Die Motive entwickeln sich mit der Zeit wie Jahresringe um die Malerin. Sie entstehen als Layer auf den Leinwänden ihrer Einhausung.

DG Kunstraum Diskurs Gegenwart
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